Eine Hochzeitsreportage zum Schmunzeln

Es gibt Ereignisse, die kann man nicht immer vorhersehen, egal wie detailliert zum Beispiel ein Event auch durchgeplant wurde. Ereignisse, die aber nicht immer schlimm ausgehen müssen. Sie bringen auch Spannung mit und wenn sie am Ende mit einem Lächeln begleitet werden erinnert man sich doch gerne an sie zurück.

Wuppertal und sein Regenwetter war es dieses Mal nicht, was bei meiner letzten Hochzeitsbegleitung für überraschte Gesichter gesorgt hatte. Bereits beim Vorgespräch einige Wochen zuvor wagte der Thomas, der zukünftige Bräutigam einen kleinen Verdacht, ob es beim Ringtausch mit Monique, seiner Verlobten nicht zu Problemen kommen könnte. Als der Moment dann kam und der Worst Case eintrat, wurde alles jedoch profimäßig improvisiert.

Der Startschuss

Der Startschuss


2. Mai, 2015. Vergangene Woche haben ich und Julia, die mich als Second Shooter begleitet hat, ein glückliches Pärchen bei ihrer standesamtlichen Trauung im Rathaus Barmen und auf der anschließenden Feier im Golfhotel Vesper begleitet. Die Wolken über dem Tal machten genau an jenem Tag eine Pause und ließen durchgehend die Sonne strahlen. Als wir am Rathaus ankamen, erwarteten uns bereits Thomas und ein Teil der Gesellschaft. Man konnte ihm die Vorfreude richtig anmerken und so wurde kurzer Hand, wie bei einem Aufnahmeset in Hollywood das Handy gezückt: „Hallo, die Braut kann kommen!“ und Action! Die fotografische Begleitung konnte losgehen.

Das Auto fuhr vor, Monique sieg aus und eines der schönsten Momente einer jeden Hochzeit wurde mit Freude und Beifall eingeleitet, das erste Aufeinandertreffen des Paares. Nachdem natürlich auch die Gesellschaft fleißig gedrückt wurde, ging es auch schon Richtung Standesamt. Hier waren es diese kleinen versteckten Reaktionen, die Blicke der Eltern und Kommentare des Paares auf das Gesagte des Standesbeamten, was diese Zeremonie mit vielen Emotionen und auch Lacher schmückte.

Spannung erhob sich aber natürlich, als es hieß, dass alle aufstehen möchten. Der Moment, bei dem es ernst wird; das Ja-Wort. Geschafft! Als Zeichen der Ehe wird zum Ringtausch gebeten. Ihr ahnt schon, was jetzt kommt und was die Überschrift bereits verraten lässt. Ich sage dem Brautpaar an dieser Stelle stets: „Lasst Euch Zeit und genießt den Moment“, denn so ist die Chance am größten, dass diese Schlüsselszene perfekt und für die Ewigkeit eingefangen werden kann. Und die beiden „genossen“ diesen Moment, und genossen ihn und genossen ihn. Was ich an dieser Stelle vergessen habe zu erwähnen ist, dass Monique zu diesem Zeitpunkt hoch schwanger war (ist).

Und so kam, was bereits Thomas geahnt hatte, der Ring passte nicht mehr. Tja, was macht Mann an dieser Stelle? Richtig, es wird einfach professionell der Finger gewechselt.

Ring passt nicht

Der Ringtausch

 

Kein Fauxpas, sondern eine spontane Idee wurde somit zum Grundstein für einen ganz außergewöhnlichen Moment. Wenn dann noch am Ende, nachdem sich die Aufregung und der Stress gelegt haben, der Ring doch noch an den richtigen Finger passt… tja, welches deutlicheres Zeichen für den richtigen Schritt im Leben wünscht man sich denn mehr?

 

Der Ring passt

…und alles passt!

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