Ein Himmel voller Ballons, vielleicht sogar passend zum Farbschema Eurer Hochzeit, wird mit Sicherheit ein schönes Motiv ergeben, dass wir immer gerne mit der Kamera festhalten. Oftmals wird dieser Brauch auch von den Trauzeugen oder der Familie als Überraschung geplant, verbunden mit der schönen Gelegenheit, Glückwünsche für das frisch vermählte Brautpaar auf die Reise zu schicken.

Die Glückwünsche, die meist auf kleinen Karten geschrieben werden, erhalten zudem die Adresse des Brautpaares oder ein Link zur gemeinsamen Webseite inkl. Gästebuch, in das sich der Finder der Ballons eintragen oder sich halt postalisch melden kann.

Wenn Ihr ebenso die Absicht habt, auf Eurer Hochzeit Ballons steigen zu lassen, dann solltet Ihr dieses allerdings immer mit Vorsicht planen, damit es nicht zu rechtlichen Folgen kommt, die den finanziellen Rahmen Eurer Hochzeit mehr als sprengen würde. Keine Angst, wir fassen für Euch alle Infos zusammenfassen, die Ihr im Vorfeld wissen solltet. Vorab möchten wir an dieser Stelle aber auch sagen, dass unser Artikel keine Rechtsberatung darstellen oder ersetzen soll. Ob sich Gesetzlichkeiten geändert haben, müsst Ihr bitte selbst recherchieren.

Wann wird eine Genehmigung zum Steigenlassen benötigt?

Nur selten ist eine Genehmigung zum Steigenlassen s.g. Kinderballons erforderlich. Zuständig hierfür die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, die klare Vorschriften definiert haben, so dürfen keine Massenaufstiege von Kinderballons durchgeführt werden, in der unmittelbaren Umgebung (Kontrollzone) von

  • internationalen Verkehrsflughäfen (wie z.B. Frankfurt),
  • Regionalflughäfen (wie z.B. Dortmund),
  • militärischen Flugplätzen.

Zudem dürfen

  • nicht mehr als 500 Ballons steigen gelassen werden,
  • die Ballons nicht gebündelt werden (so genannte Ballontrauben),
  • zum Befüllen kein brennbares Gas verwendet werden (Helium ist also erlaubt)
  • keine harten Gegenstände in oder an den Ballons befestigt werden, dazu zählen z.B. Holz, Plastik, Metall, Wunderkerzen, Leuchtstäbe, Knicklichter oder LEDs.
Gerade der letzte Punkt wird besonders streng verfolgt, weil aufgrund herunterfallender Gegenstände nicht zuletzt Menschen verletzt werden können. Aus diesem Grund sind auch die aus Asien bekannten Kong-Ming-Laternen o.Ä. hierzulande verboten. Laut eines Antwortschreibens können Verstöße mit Geldbußen von bis zu fünfzigtausend Euro geahndet werden. Ein teurer Spaß, den Ihr auf jeden Fall vermeiden solltet.

Was benötigen wir für eine Genehmigung?

Wenn Ihr Bedenken habt oder die oben aufgeführten Vorschriften nicht einhalten könnt, müsst Ihr Euch nach §16a LuftVO eine Flugverkehrskontrollfreigabe bei der zuständigen Flugverkehrskontrollstelle einholen. Dies könnt Ihr mit einer Vorlaufzeit von mindestens zwei Wochen bequem online erledigen. Die DFS stellt Euch hierfür ein Onlineformular zur Verfügung, dass Ihr nur ausfüllen müsst. Im Vorfeld benötigt Ihr allerdings folgende Informationen, die Ihr angeben müsst:

 

  • den geplanten Zeitraum (Beginn bzw. Ende) und Datum des Aufstiegs,
  • den Ort des Aufstiegs (mit Postleitzahl und genauer Anschrift),
  • die genaue Anzahl der Ballons,
  • einen Ansprechpartner für Rückfragen (inkl. Telefonnummer und E-Mailadresse).

Welche Ballons eignen sich besonders gut?

Im Grunde habt Ihr hier die Qual der Wahl zwischen Latex- und Folienballons, die sich hierfür am besten eignen. Aus unserer Erfahrung würden wir hier allerdings immer Letztere empfehlen, da bei den Latexballons viel zu schnell das Gas entweichen kann und so die Gefahr besteht, dass diese nicht mehr fliegen können, sobald auch noch Briefchen angehangen werden. Wenn Ihr dennoch Euch für Folienballons entscheidet, solltet Ihr auf jeden Fall größere Ballons von mindestens 30cm Durchmesser in Betracht ziehen, um auf Nummer sicher zu gehen. Gegen die Durchlässigkeit des Latex soll auch das s.g. Ultra Hi-Float Ballongel helfen, dass in die Ballons gefüllt und anschließend ein wenig einmassiert wird. Nach ein paar Stunden sollen sich laut Hersteller die Poren verschließen und so zu eine sicheren und längere Flugphase führen. Das Gel könnt Ihr z.B. bei Amazon bestellen. Am Besten lest Ihr Euch dort noch einmal die Kundenmeinung durch, um unnötige Investitionen zu vermeiden.

Wenn Ihr unsere Tipps beherzigt, kann eigentlich nichts schief gehen und Ihr könnt Euch über schöne Bilder ohne horrender Endrechnung freuen – nein, natürlich auch nicht von uns. 😉

René Warich Photography

René Warich Photography

www.renewarich.de

Wenn Ihr Interesse an einem außergewöhnlichen Shooting habt, dann kontaktiert uns doch einfach unverbindlich für ein Angebot. Wir freuen uns von Euch zu hören!

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